8. Januar 2011

Same procedure as last year

...mit dem Unterschied, dass wir erstens bereits am 30.12. um 21.00 Uhr gen Süden starten und zweitens sieben volle Skitage buchen konnten.

Der Kronplatz ist als Skigebiet aber auch zu herrlich, weil er sich auf der Alpensüdseite befindet, was jede Menge Sonne bedeutet und trotzdem schneesicher ist.
Außerdem ist er ein reines Familienskigebiet und somit frei von wilden Apres Ski - Parties.

Die Pisten sind breit wie Autobahnen, so dass eigentlich jede Menge Platz für Fahrer jeglichen Könnens bereit steht und die schwarzen Pisten sind auch für die Könner ausreichend anspruchsvoll.

Die Südtiroler Küche ist mit ihrer Deftigkeit so richtig nach meinem Geschmack und zu guter Letzt ist ein Urlaub dort auch noch im bezahlbaren Rahmen.

Wir hatten uns, wie bereits im Vorjahr, wieder im Hotel Moserhof einquartiert. Dort kommt man für 35,-EUR pro Nase inkl. all-you-can-eat-Frühstück und abendlichem 5-Gänge-Menü unter. Die Zimmer sind einfach aber sauber.
Es gibt eine Skigarage mit Stiefelheizung und für die ganz Harten auch ein Indoor-Schwimmbad mit Titanic-Wasser.

Das Hotel liegt ca. eine halbe Autostunde vom Skigebiet entfernt, was uns herzlich wenig ausmacht, da man mit einem kostenlosen Skibus zum Skigebiet gefahren werden kann, wenn man denn Frühaufsteher ist.

In den meisten umliegenden Dörfern hat man ebenfalls eine kostenlose Skibusanbindung. Unser Bus sammelt aber nur die Skiläufer aus unserem Dorf ein, so dass man Im Bus jede Menge Platz für all sein Geraffel hat

Der Tagesablauf in unserem Urlaub sah demnach also tagtäglich wie folgt aus:

Aufstehen um 7.10 Uhr, Zahn putzen, in die Skiklamotten werfen, um 7.30 Uhr frisch gestriegelt am Frühstückstisch werfen, das weltleckerste Pustertaler Bauernbreatl mit einer Tasse Kaffee genießen, sich um 8.10 Uhr im Skikeller in die Skischuhe quälen, um 8.30 Uhr gut gelaunt ins Skigebiet kutschieren lassen, um 9.00 Uhr in die Aufstiegsanlage zwängen, ab 9.20 Uhr in vollen Zügen den Skitag genießen, je nach Lust und Laune entweder auf der Silvesterabfahrt oder mit der Gondel gen Tal fahren, um 16.30 Uhr in den Skibus steigen, ab 17.00 Uhr jede mögliche Entspannung durch Bad, Dusche und Spiel nutzen, um dann ab 18.30 Uhr das schwer verdiente (weil massig Sport betriebene) 5-Gänge-Menü zu verputzen.


Das Abendessen dauerte in der Regel bis 21.00 Uhr, wonach man - rechtschaffend müde - nur noch ins Bett geplumpst ist, um den nächsten Tag ausgeschlafen und erholt die Berge rauf und runter zu rutschen.
Wunderbar erholsam.
Ich schlafe im Skiurlaub immer wie ein Stein und bin wirklich froh darüber, Inox an meiner Seite zu haben, weil ich insgeheim die leise Befürchtung hege, dass man mich tatsächlich samt Matraze klauen könnte, so tief, wie ich allabendlich im Land der Träume verschwinde.


Was das Skilaufen an sich anbetrifft, haben wir unser Augenmerk in diesem Jahr mehr auf Hüttenhopping gelegt, weil es sich inzwischen herumgesprochen hat, dass auf dem Kronplatz das Skilaufen Spaß macht. Ab 13.00 Uhr waren die Pisten dann doch schon so zerfahren, dass Nordkinder wie ich keinen rechten Spaß mehr auf den Abfahrten hatten.


So haben wir die Mittagsstunden gerne wahlweise vor der Marchner-Hütte oder in der Lounge-Bar auf dem Gipfel verbracht, natürlich mit den dort jeweils passenden Getränken.

Die Marchner-Hütte hat einen nach wie vor sensationell leckeren Kakao und seit diesem Jahr auch einen köstlichen Schokoladen-Bombardino im Programm, in der Lounge dagegen durfte ich - nachdem ich zweimal die Silvester geschafft habe - das In-Getränk des Jahres genießen, Aperol-Spritz.

Tja, und so gingen auch diese sieben Tage wie immer viel zu schnell vorbei.

Kommentare:

Frau Mahlzahn hat gesagt…

Aperol-Spritz -- hmm, lecker, genieße ich auch immer sehr! (Am leckersten ist aber der Venezianische Gespritzte: ein Aperol-Sekt-Gemisch).

Die Fotos sind sehr beeindruckend, ich bewundere Euch Skifahrer ja immer sehr, nachdem ich mich selber keine zwei Minuten auf den Brettern halte (und auch kein großes Verlangen danach habe). Da bin ich dankbar, dass der LV und Mos Patenonkel die Sache mit dem Ski fahren übernommen hat, und Minkas Patenonkel schon in den Startlöchern steht, um es ihr "zu lernen", wie der Österreicher an und für sich sagt.

Slc

Nictom hat gesagt…

Es sieht ja schon schön entspannend aus, euer Urlaub auf den Bretter...
Aber ich halte mich da lieber weiterhin raus und genieße den nicht mehr vorhandenen Sauerlandschnee ohne Skier unter den Füßen ;-)

LG und schön, dass ihr heile wieder Heim gekommen seid!
Nictom